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Am Dienstag dem 28. November, hatten wir die Ehre uns einen Vortrag von Microsoft zum Thema ERP, zu verinnerlichen. Die Gesandten Microsofts, Herrn Christian Hrubesch und Herrn Martin Runge stellten uns deren ERP-Lösung in kurzweiligen 3,5 h vor.
Zu allererst ein kurzer Rückblick. Es waren einmal vor 4-5 Jahren 4 glorreiche Firmen:
- Axapta
- Navision
- Solomon
- Great Plains
Und sie entwickelten ERP-Systeme glücklich vor sich hin. Dann kam Goliath (aka Microsoft(MS)) und schluckte kurzerhand alle 4 Davids und die Dachplattform MS Dynamics war geboren.
Nach diesem kurzen Ausflug in die Vergangenheit, jetzt wieder zurück in die Zukunft. Durch den Kauf der oben genannten Firmen gelang es MS nicht nur Know-how einzukaufen, sondern sich Kunden und somit Marktanteil anzueignen.
Der Kauf von 4 verschieden ERP-Lösungen brachte auch zwangsläufig das Problem der Vereinheitlichung mit sich. Aus diesem Grund entschlossen sich die Experten aus Redmond dazu, die Schritte der Vereinheitlichung in „2 waves“, wie es so schön im Englischen heißt, durchzuführen. Die erste Welle startet man im Jahr 2005 und es entsprangen 4 Lösungen
- - Microsoft Dynamics AX (Axapta)
- - Microsoft Dynamics NAV (Navision)
- - Microsoft Dynamics SL (Solomon)
- - Microsoft Dynamics GP (Great Plains)
Die finale zweite Welle wird für das Jahr 2009 erwartet.
Nach dem Theorie-Block gab es zur Auflockerung eine kurze praktische Einführung u. Demonstration von Microsoft Dynamics CRM. Schon beim ersten Betrachten fällt auf, dass es sich dabei um die gewohnte MS Outlook-Oberfläche handelt und sofort vertraut wirkt.

Sehr positiv ist die Vernetzung alle MS Produkte zu bewerten, denn alles ist wunderbar aufeinander abgestimmt. Für das kommende Betriebssystem Windows Vista ist es beispielsweise möglich in der Side-Bar individuelle Gadgets einzublenden, welche aktuelle Unternehmensdaten aus dem ERP System anzeigen.
Auch im mobilen Bereich zeigt Microsoft mit dem CRM Mobile Express auf. Es ermöglicht mit mobilen Geräten (PDA, Blackberry,…) Echtzeitzugriff auf den MS CRM Server.
Zusammengefasst kann man sagen, dass der heutige Vortrag gezeigt hat, dass Microsoft mit Microsoft Dynamics ein sehr potentes System entwickelt hat, welches es vermag nahezu den gesamten Markt abzudecken.
Microsoft – Your potential. Our passion.
Man wird also sehen, ob sich das Potential der Unternehmen wirklich zu Microsofts Leidenschaft entpuppt.
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Am Freitag den 3. November hatten wir Herrn Bernhard Grauss von KTW im Haus. Zu Beginn stellte er uns sein Tiroler Unternehmen vor, das sich auf die Einführung von SEMIRAMIS spezialisierte. Herr Grauss ist im Verkauf tätig und konnte seine Fähigkeiten bei uns beweisen. Ohne Hemmungen plauderten wir über die Zukunft von SEMIRAMIS, dessen Hersteller, die Semiramis AG während der Systems 06 Insolvenz anmelden musste. Nach kurzer Diskussion waren wir alle der Meinung, dass sich dieses Goldstück an Software bestimmt jemand unter den Nagel reißen wird.
Die KTW selbst ist von der Insolvenz nicht betroffen. Sie ist vor allem ein Dienstleistungsunternehmen, das als GU (General Unternehmer) die Durchführung eines kompletten ERP-Projektes inklusive Implementierung der IT-Infrastruktur und Schulung der Mitarbeiter anbietet.
SEMIRAMIS 4 hat dieselbe Zeilgruppe wie sein großer Bruder R3. Als eines von wenigen Systemen kann es auch weit über 1000 User verwalten. Aber auch nach unten ist erst bei weniger als 20 User Schluss. Die Stärken des Systems sind, dass es von Grund auf neu entwickelt wurde, daher keine Altlasten mitschleppt und vollkommen auf Java basiert. Somit ist SEMIRMIS ein rundes, optisch ansprechendes System, das im IE-Browser läuft. Es gilt: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“, die Oberfläche kann aber auch bis aufs Minimum reduziert werden.
Einige Features von SEMIRAMIS sind für unser Projekt mit PE-Trans besonders interessant. Zuerst einmal die Multi-Site Fähigkeit da PE-Trans mehrere Standorte hat und auch mit zwei weiteren Firmen sehr eng zusammenarbeitet. Auch die Möglichkeit Semiramis über den Browser für Geschäftspartner zu öffnen ist sehr ansprechend. Das Updates ad hock auf allen Kundenservern gleichzeitig eingespielt werden verringert den Administrationsaufwand im Unternehmen stark. Und die Möglichkeit ALLE Elemente über eine eindeutige URL zu verschicken und Bearbeiten zu lassen könnte auch Prozesse innerhalb des Unternehmens vereinfachen.
Fazit:
PE-Trans hat schon ein kleines, selbst Entwickeltes quasi ERP-System. Für uns ist jetzt interessant, warum das Unternehmen keine Standardsoftware wie die von KTW gewählt hat, sondern sich ihr System maßschneidern lies.
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In der Vorlesungsreihe der Lehrveranstaltung Business-Solutions war Herr Harald Pfoser von Fabasoft der Erste von neun Gastvortragenden. Seine Aufgabe war, uns sein Unternehmen und deren Produkt das eGov-Suit 6.0 näher vorzustellen.
Die Vorlesung hat vielversprechend begonnen. Herr Pfoser ist von der Fabasoft Press. Was seine gut strukturierte aber größtenteils nur auf die Funktionsweise der ERP-Lösung konzentrierten Präsentation erklärt.
Die ersten zwei Stunden beschäftigten wir uns mit Theorie. Wir lernten das Unternehmen und dessen Markt näher kennen; erfuhren einiges über die Geschäftsprozesse einer Behörde; lernten, wie die eGov-Suit diese abbildet; und bekamen technische Informationen über den Systemaufbau und den Leistungsanforderungen an die Hardware.
Dieser erste Abschnitt war sehr informativ. Unsere Gruppe beschäftigt sich zwar nicht mit eGovernment Lösungen, sodass wir alles hier gehörte in unser Projekt eingehen lassen können, aber vor allem von der übersichtlichen Visualisierung der Prozessabläufe in der Präsentationsunterlage können wir einiges für uns übernehmen.
Den Rest der 6 stündigen Vorlesung haben wir mit der praktischen Anwendung der eGov-Suit verbracht. Das das System auf Anwenderseite nur einen Browser benötigt ist sehr praktisch und hat unseren Vorlesungsraum sehr schnell in eine kleine Behörde mit 30 Mitarbeitern verwandelt.
Ein ganzer Anwendungsfall wurde durchgespielt. Angefangen vom Posteingang eines Antrags über dessen Bearbeitung zur Zeichnung und so weiter und so fort. Das Ganze aus zwei Sichten. Die des Bearbeiters und des Abteilungsleiters.
Was anfangs eine nette Präsentation der Software war, dauerte zu lange und bekam schnell ECDL-Kurs-mäßige Ausprägungen: „Und jetzt klicken Sie hier; dann klicken Sie dort; …“.
Für unser Projekt erhielten wir die Erkenntnis, dass die Software nicht sehr intuitiv zu bedienen war und wir für uns in diesem Bereich eine bessere Lösung finden wollen.
Wir sind stolz auf die Fabasoft, dass sie als österreichisches Unternehmen europäischer Marktführer im Bereich der eGovernment Lösungen ist. Und dabei auch Österreich hilft vom überbürokratisierten Beamtenstaat, zu einer schlanken, serviceorientieren Verwaltung zu wechseln.
Weiters bedanken wir uns bei Herrn Harald Pfoser für die Präsentation und bedauern es, dass wir uns als Studenten (leider sind wir keine Resortleiter) nur schwer von der ERP-Lösung mitreißen haben lassen.
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Die zweite Firmenpräsentation hielt Herr Herbert Frech, Regionalleiter bei der Telekom Austria. Da wir uns bereits vom ersten Semester kannten, war das Eis schnell gebrochen und der Studiengang konnte locker und fröhlich mit ihm über die derzeitige Situation der Telekom, sowie deren mobilen Tochtergesellschaft, diskutieren. Mit Business-Solutions hatte dieses Gespräch aber nicht viel zu tun, da es doch galt, die Erfahrungen und Probleme mit IKT-Anbietern von uns Studenten zu behandeln.
Einen kleinen Exkurs zu den Business Services der Telekom machten wir aber doch. Und erfuhren, dass hier immer weniger Produkte von der Stange verkauft werden sollen und immer mehr Individuallösungen. Vor allem im Bereich der Internet-Provider ist hier einiges im Gange. Durch Web 2.0 muss sich die VoIP-Anwendung ihre Bandbreite mit Videos und P2P-Filetransfer im Firmennetzwerk und an der Schnittstelle zum Internet teilen. Dies verlangt nach einer Priorisierung des Datentransfers durch den Provider. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Kunden.
Zum zweiten Termin haben wir uns das Callcenter der Telekom angesehen. Hier dient der Mensch eigentlich nur noch als Schnittstelle zwischen Kunde und System. Zur Zeit ist die Spracherkennung und Reproduktion noch nicht so weit um das jeweilige Expertensystem, ob Problemlösung oder Vertragskündigung, selbst reden zu lassen. Die integrierten Systeme funktionieren eigentlich schon fast vollautomatisch und mit dem Fortschritt der Technik werden hier bestimmt bald weitere Einsparungen möglich sein.
Für unsere Gruppe hat die Präsentation und der Ausflug mit Herrn Herbert Frech vor allem die Erkenntnis gebracht, dass bei der Einführung eines ERP-Systems fast immer irgendwo Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Dieser Tatsache kann man nur so begegnen, dass man für sich davon ausgeht, dass die Betroffenen woanders einen besseren und mit Hilfe der dortigen Systeme auch produktiveren Job bekommen.